Portugiesische Studenten entdecken Friedberg

Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg, Stadtbrandinspektor Michael Stotz (Zweiter v. links) begrüßt gemeinsam mit Wehrführer Valentin Gangur (Dritter v. links) und Gruppenführer Sebastian Calow (links) die Gäste aus Portugal. Die FFW Friedberg hat bereits viele Projekte des Europa-Clubs unterstützt
Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg, Stadtbrandinspektor Michael Stotz (Zweiter v. links) begrüßt gemeinsam mit Wehrführer Valentin Gangur (Dritter v. links) und Gruppenführer Sebastian Calow (links) die Gäste aus Portugal. Die FFW Friedberg hat bereits viele Projekte des Europa-Clubs unterstützt

Viele Fragen wurden den neun portugiesischen Studenten der Friedberger Partnerstadt Entroncamento beantwortet. Eine Woche lang besuchten diese am 10. Juli die Kreisstadt, um mehr über berufliche Perspektiven und Studienangebote in Deutschland zu erfahren. Erstmals wurde das Forum „Karriere im Ausland“ angeboten. Hierfür hatte der Erste Vorsitzende des Europa-Clubs, Bernd Stiller mit vielen Kooperationspartnern ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. An der Durchführung war auch die Stadt Friedberg mit Stadtrat Dirk Antkowiak (CDU) beteiligt. Viele heimischen Vereine und Institutionen unterstützten das Pilotprojekt, hießen die jungen Portugiesen willkommen.

Nach einem umjubelten Public Viewing EM-Spiel an der Stadtkirche ging es für die Studenten gleich am Montagfrüh mit einem straffen Programm los. Bei der IHK Gießen-Friedberg erwartete sie Sebastian Möbus, der Informationen zum Dualen Ausbildungssystem vermittelte. Gleich im Anschluss ging es in die Technische Hochschule Mittelhessen (THM). Viele weitere Informationen erhielten die angehenden Business Manager, Finanziers, Telekommunikations- oder Computer-Techniker bei einer Präsentation der Deutschen Bank in Frankfurt. „Begleitet von Anja Gutenberger haben fertige und in der Ausbildung befindliche Studierende über die Arbeit berichtet“, erklärt Stiller. Informativ auch der Besuch bei der Deutschen Leasing in Bad Homburg. „Hier wurde ein Assessment Center simuliert, bei der die Teilnehmer die unterschiedliche Elemente selbst erfahren konnten.“  Eine weitere Station- die Goethe-Universität in Frankfurt. Fachanwalt Markus Fenske aus Friedberg nahm sich hingegen Zeit, um der Jura-Studentin Maria Carolina Nunes mehr über das deutsche Rechtssystem zu vermitteln. „Sie hat dazu viele Fragen gestellt“, so Fenske. Viele Ratschläge erhielten die Studenten von den Mitgliedern der portugiesischen Gemeinde und Konsulatsangestellten in Offenbach. „Es ist ratsam, die deutsche Sprache zu lernen“, lautete hier eine Kernbotschaft. „Dabei steht nicht der Beruf an einer Stelle, sondern die soziale Integration“, wie Bernd Stiller erklärt. Unterstützt wurde das Pilotprojekt des Europa-Clubs auch von der Zentralen Arbeitsvermittlung. Seit einem Jahr bietet diese das „Virtuelle Welcome Center“ im Internet. Expertin Verena Lucia Landes hatte dazu viele Informationen zu Jobmöglichkeiten und Vermittlungen, aber auch zu Themen wie Steuern und Sozialabgaben parat. „Außerdem haben alle Studenten vorab einen Lebenslauf formuliert und Bewerbungsunterlagen ausgefüllt“, so Stiller weiter. Diese konnten hier geprüft werden. Für Abwechslung sorgten örtliche Vereine und Institutionen. Neben einer Stadtführung durch Friedberg durfte auch ein Tauchtraining bei der DLRG Friedberg/Bad Nauheim und dem Tauchclub Wetterau nicht fehlen. Hoch hinaus ging es bei der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg auf der 30-Meter hohen Drehleiter. Wehrführer Valentin Gangur und Gruppenführer Sebastian Calow gaben viele technische Informationen preis. Als Botschafter überbrachte Jorge Faria „Delikatus“-Inhaberin Ute Schott landestypische Spezialitäten wie Wein, Essig und Öl. Diese hatte für die Gäste einen besonderen Apfelwein bereitgestellt. Bernd Stiller zieht ein positives Fazit. „Das Pilotprojekt war ein voller Erfolg.“ Für Gäste und Gastgeber sei dies eine moderne, neue  Art der Städtepartnerschaft. Die Studenten hätten vieles für sich neu erfahren, die Breite der Angebote, sowie ihre Chancen erkannt. „In Portugal werden Praktika, wie wir sie in Deutschland kennen, noch nicht angeboten.“ Zwar seien diese anerkannt und erwünscht, doch fehle es an Hilfestellungen. Die Studenten seien für ihre gewonnenen Eindrücke sehr dankbar. Mancher von ihnen könne sich nun eine Karriere oder ein Praktikum im Ausland vorstellen. Eindrücke haben aber auch die Friedberger bei ihnen hinterlassen. „Ihre Freundlichkeit und Unterstützung“, so Jura- Studentin Maria. Und auch die Burg und der Eiskaffee haben ihr in der Partnerstadt sehr gefallen.

Infobox: Der Europa-Club möchte auch für die Zukunft weitere Projekte zum Forum  mit Kooperationspartnern anbieten. Interessierte Institutionen sind daher willkommen und können sich beim Vorsitzenden des Europa-Club Friedberg, Bernd Stiller unter der E-Mail-Adresse Bernd.Stiller@ecfb.de wenden.

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