Europäer in Straßburg

Am letzten Wochenende haben Bürgerinnen und Bürger aus den beiden Partnerstädten Villiers-sur-Marne in Frankreich und Friedberg gemeinsam Straßburg besucht. Zunächst ging es zum Europäischen Parlament. In einer fundierten Führung erhielten die Gruppe einen Einblick über die Zusammensetzung und die Arbeit der Abgeordneten und einen kolossalen Eindruck vom Gebäude 

Bei einem geführtem Stadtrundgang durch die Neu- und Altstadt der elsässischen Hauptstadt wurde die Geschichte dieser Region beleuchtet. „Die verschiedenen politischen Zugehörigkeiten haben jedoch nicht nur Konflikte hinterlassen, sondern auch zu einem reichen kulturellen Austausch geführt, der bis heute im Alltag sichtbar ist – etwa in der regionalen Küche mit Croissant, Brezel und Gugelhupf“, kommentierte Eduard Hechler, der die Fahrt organisierte. Viele Gespräche und Erzählungen der deutschen und französischen Teilnehmenden haben eine besondere Atmosphäre geschaffen, wie sie bei Städtepartnerschaften des öfteren erlebbar ist. Die Teilnehmenden waren begeistert und freuen sich schon auf ein Wiedersehen am Freitag vor Pfingsten, wenn die sechzigjährige Beziehung mit Villiers-sur-Marne im Rahmen des Weinfestes im Rathaus gefeiert wird.

Schaufenster nach Europa

Friedberg – Partner in Europa

Der Europa-Club Friedberg hat das Schaufenster in der Kaiserstraße 149 neu gestaltet. Er informiert die Öffentlichkeit über die Friedberger Städtepartnerschaften und rückt gleichzeitig die europäische Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Im Rahmen dieser Aktion werden die Partnerstädte Villiers-sur-Marne (Frankreich), Entroncamento (Portugal) und Magreglio (Italien) vorgestellt und ein Einblick in die kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten dieser Regionen geboten.

Präsentation der Partnerstädte

„Die Präsentation der Partnerstädte umfasst eine Reihe von informativen Plakaten, die von den jeweiligen Städten ausgewählt wurden“, erläutert Bernd Stiller, Vorsitzender des Europa-Clubs Friedberg.  Betrachter erhalten Einblicke in Einrichtungen wie das Nationale Eisenbahnmuseum in Entroncamento und können bedeutende Ereignisse, darunter die diesjährige 1000-Jahrfeier von Villiers-sur-Marne, nacherleben. Bilder aus dem Vereinsleben sowie Eindrücke vom Jugendaustausch und anderen regelmäßigen Begegnungen, wie dem Besuch der Friedberger Fahrradgruppe in Magreglio, ergänzen die Ausstellung und fördern das Verständnis für die gemeinsamen europäischen Werte.

Unterstützung durch den Friedberger Einzelhandel, die Wetterauer Zeitung und die Volkshochschule als Partner

Die Präsentation wird zusätzlich durch Produkte lokaler Friedberger Einzelhändler bereichert, die die wirtschaftliche Vielfalt und die touristische Attraktivität der Partnerländer unterstreichen. Außerdem beteiligt sich die Volkshochschule (vhs) mit ihrem Schwerpunkt 2024  „Perspektive Europa: miteinander voneinander lernen“. Im Rahmen ihres Projektes organisiert die vhs gemeinsam mit der Europa-Union Wetterau und dem Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises Vorträge und Diskussionsrunden zu gesellschaftspolitischen Themen Europas.

Innovative Nutzung einer zentralen Schaufensterfläche zur Belebung der Innenstadt

Für die Präsentation stellt der Eigentümer eines leerstehenden Ladenlokals auf Friedbergs Einkaufsstraße seine Schaufenster zur Verfügung. Die Vorstellung und die Werbemaßnahmen werden einem breiten Publikum zugänglich. „Wir leisten auch einen kreativen Beitrag zur Belebung der Innenstadt“, unterstreicht Inga Wagner von der Initiative Innovationsquartier Kaiserstraße.

Der Europa-Club Friedberg möchte das Interesse der Bevölkerung an der europäischen Zusammenarbeit vertiefen. „Ich erlebe immer wieder, wie wichtig dabei der Jugendaustausch ist“, betont die im Vorstand zuständige Vanessa Landua. „Spannende gemeinsame Erlebnisse und das Anwenden von Fremdsprachen sind eine tolle Basis“.  Bernd Stiller ergänzt: „Besonders freuen wir uns natürlich auch, wenn wir neue Mitglieder gewinnen, die sich aktiv für die europäische Verständigung und den Austausch mit den Partnerstädten einsetzen“.

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Was der Jugend die EU bedeutet

Unter dem Motto „Europa – Wahlen – wählen“ organisierte der Europa-Club zwei Veranstaltungen für Jugendliche ab 16 Jahre zur diesjährigen Europa-Wahl am 9.Juni. In Kooperation mit den Schulen in Friedberg gab es für die Erstwählenden in der THM Informationen über Europa, die Wahlen und die Möglichkeiten, die sich Jugendlichen in Europa bieten. Es begann mit einem Quiz über Europa und die Europäischen Union. Hätten Sie gewusst, dass der Sitz der Europäischen Union abhängig von der Institution entweder in Brüssel, Straßburg oder Luxemburg ist ? Es ging weiter mit einigen Folien, die junge Menschen vom Europa-Club vorbereitet hatten. „Ich fahre gerne zu unseren Partnerstädten und organisiere den Jugendaustausch“ berichtete Vanessa Landua, die Initiatorin und Organisatorin dieser Veranstaltung. Rita Tiemann ergänzt, „Durch mein Semester in Spanien habe ich tolle Kontakte geknüpft, die mich in meinem europäischen Studium gut voran gebracht haben“.

Zum ersten Mal wurde auch der Film gezeigt, der von Erik Schott, Malin Hosenseidl und Sören Hentschel zur Europa-Wahl erstellt wurde. Er ist auf der Homepage des Europa-Clubs zu sehen und wird in den social Media viral gehen.

Nach den Weltkriegen ist der Frieden in Europa die größte Errungenschaften der Europäischen Union. Auch Reise- und Handelsfreiheit und ein gemeinsames Zahlungsmittel, den Euro, verdanken wir der Europäischen Union. Besonders beeindruckt waren die Jugendlichen aber von den Möglichkeiten, Europa kennen zu lernen, entweder mit einem Auslandsaufenthalt mit Erasmus im Studium oder in der Ausbildung oder mit dem freiwilligen Jahr. Das aktuelle Ringen um Demokratie und Frieden in der Ukraine motiviert die Jugendlichen zur Wahl zu gehen. 

Bürgermeister Kjethil Dahlhaus, der am zweiten Tag die Jugendlichen begrüßte, war beindruckt von der Begeisterung der jungen Menschen für Europa und forderte sie auf zur Wahl zu gehen. Mit dem Jugendparlament ist Friedberg ganz vorne bei der Belebung der Demokratie. Besonderen Dank gilt auch der THM, die gerne einen ihrer Hörsäle bereitgestellt hat.

Der Europa-Club bedankt sich auch bei den Mitwirkenden Rory Taylor, dem Moderator am zweiten Tag,  Karolin Hofmann, die von ihren Auslandsaufenthalten insbesondere dem europäischen Solidaritätschor erzählte, sowie bei den Darstellenden des Films: Meike Allstädt, Mareile Lötzbeyer und Tino Hechler.

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